GetIncome Erfahrung – Wie gut ist der Income Marktplatz?

Der Income-Marktplatz ist eine neu eingeführte Peer-to-Peer-Plattform, auf der du in Kredite von Kreditunternehmen investieren können. Laut Werbeversprechen kann man am sichersten Kreditmarktplatz Europas bis zu 12% Zinsen bekommen.

Kling gut – aber was ist an dem Versprechen dran? Und kann die neue Plattform mit den bestehenden P2P-Plattformen mithalten? Wir haben es ausprobiert.

Foto von Carlos Muza / Unsplash

Fakten und Zahlen zu Income

Income ist ein neuer estnischer Crowdlending-Marktplatz mit innovativen Risikomanagementmethoden wie zum Beispiel den Cashflow Buffer. Allerdings vergibt Income nicht selber Kredite an Kunden, sondern bedient sich Kreditgerbern, die in ihrem Land jeweils Kredite vermitteln.

Logo
NameIncome
Webseitehttps://getincome.com*
Gründungsjahr2021
LandEstland
Durchschnittliche jährliche Renditebis zu 12%
Minimum Investmentab 10 Euro


GetIncome.com – die Positionierung

Ertrag: Income Marketplace ist eine Plattform, die von sich behauptet eine sehr gute Rendite bei geringerem Risiko als bestehende Plattformen bieten zu können. Die versprochene durchschnittliche jährliche Rendite von bis zu 12% ist tatsächlich sehr hoch. In den ersten Monaten konnten sie mit einem durchschnittlichen Ertrag von 11,8% ihr Versprechen einlösen. Aber die Plattform ist noch jung, und muss sich noch weiter beweisen.

Risiko: Wie bereits erwähnt, ist die Risikominimierung eines der Themen von Income, mit dem man sich von seinen Mitbewerbern abheben will. Diese Ziel soll durch unterschiedliche Mechanismen verfolgt werden.

Der erste Schritt ist die klassischen Rückkaufgarantie der jeweiligen Kreditgeber. Der zweite Schritt ist ist die Erweiterung der Wirkung der Risikobeteiligung der Kreditgeber, und wird als Junior Share bezeichnet. Hier muss sich nicht nur der Kreditgeber an dem Investment beteiligen, sondern sein Anteil wird zusätzlich nachrangig gestellt. Das bedeutet, dass der Kreditgeber seinen Anteil erst nach den Investoren ausgezahlt bekommt. Damit wird aus der Risikobeteiligung eine zusätzliche Sicherheit für die Investoren.

Der dritte Sicherheitsmechanismus ist der Cashflow Buffer. Sollte ein Kreditgeber ausfallen, dann übernimmt Income alle Kredite des Kreditgeber und verwertet sie. Damit kann auch die Risikobeteiligung der „braven“ Kreditnehmer zur Rückzahlung der „schlechten“ Kredite verwendet werden.

Die Rückkaufgarantie soll die Investoren, so wie bei anderen Marktplätzen auch, vor der Zahlungunfähigkeit der Kreditnehmer schützen. Der Junior Share und der Cashflow Buffer sollen die Anleger vor dem Ausfall der Kreditgeber schützen.

Das klingt nach einem sehr spannenden neuen Konzept. Ob es in der Praxis funktioniert musste aber die Plattform noch nicht beweisen.

Diversifikation: Getincome.com plant ein extrem diversifizierter Marktplatz mit der Präsenz mehrerer Kreditgeber zu werden. Zwar gibt es bisher derzeit nur drei Kreditgeber auf der Plattform, nämlich aus Brasilien, Finnland und Indonesien, ihre volle internationale Ausrichtung ist aber klar.

GetIncome Erfahrung – Meinung und Analyse

Income ist ein frischer und origineller neuer Mitspieler, der gute Ideen in die klassische Formen des P2P-Kreditmarktplatzes einbringt. Klares Ziel ist die Sicherheit der Anleger und die Transparenz zu erhöhen. Natürlich steht die mittel- und langfristige Leistungsbewertung noch aus, aber es scheint eine sehr gute konzeptionelle Idee zu sein. Wir haben jedenfalls einmal einen ersten guten Eindruck, und werden die Weiterentwicklung natürlich hautnah mitverfolgen.

Vorteile des Income Marktplatz

  • Cashflow-Puffer-Mechanismus zur Minimierung des Ausfallrisikos aufgrund des Konkurses von Kreditgebern
  • Die Plattform, die die größte Risikobeteiligung der Kreditgeber verlangt (Skin-in-the-game)
  • Sehr unterschiedliches internationales Profil der Kreditgeber

Nachteile

  • Die Auswahl an Kreditgebern ist immer noch sehr gering, auch wenn man davon ausgehen kann, dass bald weitere Kreditgeber folgen werden.
  • Die Plattform ist noch sehr neu, und muss sich erst beweisen.

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